Stolpersteine 2015

Bertha-Schüler recherchieren für Stolpersteine

Die Schülerinnen und Schüler des Zusatzkurses Geschichte der Jahrgangsstufe 12 des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums engagierten sich auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Gedenkhalle Oberhausen beim Projekt „Stolpersteine". Der Künstler Gunter Demnig erinnert mit dieser Aktion an die Opfer des Nationalsozialismus. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Dabei handelt es um Gedenktafeln, mit denen an das Schicksal der Menschen erinnert werden soll, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Diese Gedenktafeln befinden sich in Form einer Messingplatte auf Betonsteinen, die in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer in das Pflaster des Gehweges eingelassen werden. Bei den Opfern handelt sich jedoch nicht, wie oft vermutet, ausschließlich um Juden. In diesem Jahr forschten die Schüler danach, was den Juden Emma Schüring und Otto Servos, der jüdischen Familie Rosenbaum und dem Sozialdemokraten Arthur Staudt widerfahren ist. Des Weiteren wurden die Schicksale des politisch Verfolgten Johann Vondern und von Wilhemine Preuer, die Opfer des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten wurde, untersucht. Um das individuelle Schicksal der verfolgten Personen ermitteln zu können, recherchierten die Schüler in verschiedenen Stadtarchiven, nutzten die Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, sichteten Akten im Landesarchiv in Düsseldorf oder griffen auf Informationen Angehöriger zurück. Auf der Grundlage der Recherchen und mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Oberhausen, der Sparda Bank Oberhausen und des GEW Stadtverbandes Oberhausen wurden die Stolpersteine für die genannten Personen am 2. März unter großer öffentlicher Anteilnahme vom Künstler Gunter Demnig verlegt.
Pressartikel findet sich unter NEWS.

Erinnerungen Spurensicherung

Ausstellung des BvS im Bürgerzentrum Alte Heid eröffnet am 8.3.2015. Flyer hier

Gezeigt werden Arbeiten des Kunst-Grundkurses 12 am Bertha-von-Suttner-Gymnasium.

In der Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Werk von Christian Boltanski inszenierten Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs Alltagsmaterialien, um dem Phänomen des Erinnerns auf die Spur zu kommen. Erinnerung rekonstruieren wir durch konkrete Gegenstände, die z.T. emotional aufgeladen sind.

Jeder Mensch bewahrt Dinge auf, die ihn an die eigene Kindheit, eine Begebenheit oder an einen Menschen erinnern. In gleicher Weise lässt sich Erinnerung auch

konstruieren. Von den Schülerinnen und Schülern wurden Spuren in der Auseinandersetzung mit einer fiktiven Person erzeugt. Mit der Wahrnehmung dieser zusammengetragenen Dinge werden individuelle Erlebnisse vorstellbar.

Wiebke Rosenkranz, im Schuljahr 2014/2015

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