Internationale Vorbereitungsklasse

IV am Bertha (Erstförderung) für Seiteneinsteiger aus anderen Ländern

 

In Oberhausen hat die RAA seit 1980 im Einvernehmen mit der Schulaufsicht ein System entwickelt, nach dem zunehmend lückenlos Seiteneinsteiger erfasst, beraten, in den Schulen aufgenommen und in Vorbereitungsklassen gefördert werden. Seiteneinsteiger sind Schülerinnen und Schüler, die im Laufe eines Schuljahres, aus ihrem Herkunftsland kommend, ohne Deutschkenntnisse in unser Schulsystem integriert werden müssen.

Am Bertha-von-Gymnasium wird seit dem Schuljahr 1989/90 regelmäßig eine ´Internationale Vorbereitungsklasse` eingerichtet. Die SchülerInnen, die der IVK 9/10 unserer Schule zugewiesen werden, sind Späteinsteiger, d.h. sie haben in ihrem Herkunftsland bereits 8, 9 oder auch 10 Jahre eine dem Gymnasium vergleichbare Schulform besucht und bringen gute bis hervorragende Zeugnisse mit.

Ziel der Vorbereitungsklasse ist die schnellstmögliche Integration der zugewanderten SchülerInnen in eine ihrem Alter und/oder ihrer Leistungsfähigkeit entsprechende Regelklasse. Darum werden die SchülerInnen zum einen mit 10 bis 12 Wochenstunden Deutschunterricht intensiv in der für sie neuen Sprache gefördert; zum anderen dient auch der sonstige Fachunterricht in der Vorbereitungsklasse hauptsächlich dem Erlernen der deutschen Fachsprache, da sich diese erheblich von der Sprache alltäglicher Dialoge unterscheidet. Einige Schüler/Innen können schon nach kurzer Verweildauer in der IVK in einzelnen Fächern in Regelklassen teilintegriert werden. Oft sind das die Fächer wie Mathematik, Physik oder Chemie, in denen sie nach einer gewissen Eingewöhnungszeit häufig schnell im schriftlichen Bereich zu den Klassenbesten zählen. In der Regel können die meisten Schüler/Innen spätestens nach 2 Jahren in eine Regelklasse übergehen, bzw. erhalten die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Selbstverständlich haben sie noch große sprachliche Defizite, besonders in der Fachsprache und sind in ihrer mündlichen Mitarbeit noch sehr zurückhaltend. Deshalb erhalten alle integrierten Schüler/Innen nach ihrer Integration weiterhin ein Anschlussförderung.
Um diese Schüler und Schülerinnen effektiv zu fördern, besuchen sowohl die LehrerInnen der Vorbereitungsklasse wie auch diejenigen, die SchülerInnen aus Vorbereitungsklassen übernehmen, bereits seit den 80er Jahren regelmäßig Fortbildungen zu Themen wie ´Ausländische Schüler an Gymnasien`, ´Deutsch als Zweitsprache`, ´Deutsch für Schüler anderer Herkunftssprachen`, Deutsch lernen in allen Fächern`, ´Werte und Normen in anderen Kulturen`.

Ein Beispiel für die Integration von ausgesiedelten und ausländischen Schülerinnen und Schülern am Bertha-von-Suttner-Gymnasium.

In den beiden Schuljahren 1999/2000 und 2000/01 wurden insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler mit zehn verschiedenen Muttersprachen in die ´Internationale Vorbereitungsklasse` der Jahrgangsstufe 9/10 (IVK 9/10) an unserer Schule aufgenommen. Diese Schülergruppe setzte sich zusammen aus Aussiedlern, jüdischen Kontingentflüchtlingen, Bürgerkriegs-flüchtlingen, Asylsuchenden und SchülerInnen, die im Rahmen der Familienzusammen-führung nach Oberhausen gekommen sind. Sie kamen aus folgenden Herkunftsländern:

 

1 Schülerin aus Bulgarien, 1 Schüler aus Jugoslawien, 4 SchülerInnen aus Kasachstan, 1 Schüler aus Kenia, 2 SchülerInnen aus dem Kosovo, 1 Schüler aus Rumänien, 2 Schülerinnen aus Russland

1 Schülerin aus der Türkei, 2 SchülerInnen aus der Ukraine.

 

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