Stolpersteine

Was ist überhaupt ein Stolperstein?

Ein Stolperstein ist ein 10x10 cm großer Betonstein, welcher mit einer Messingplatte versehen.  Auf der Messingplatte steht der Name der Person, sein Geburtsdatum und das Schicksal in der NS-Zeit erwähnt, wie Deportation, Ermordung oder Flucht.  Diese Stolpersteine werden vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der NS-Opfer in den Gehweg eingelassen. 

Stolpersteine werden für Menschen verlegt, die durch das NS-Regime ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden.  Die Stolpersteine sollen die Passanten daran erinnern, dass an diesem Ort auch Menschen unter dem NS-Regime gelitten haben und die Erinnerung an die Opfer lebendig halten. Die Recherche der Schicksale wird von Gruppen oder Einzelpersonen eigenständig recherchiert und die Steine werden von einem Spender bezahlt. Mittlerweile gibt es 22.000 Stolpersteine an 530 verschiedenen Orten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Polen, Tschechien, der Ukraine und Ungarn. Dieses Projekt wird von dem Kölner Künstler Gunter Demnig durchgeführt

 

Der Künstler Günter Demnig

Der Künstler Gunter Demnig wurde am 27. Oktober 1947 in Berlin geboren. Er absolvierte ein Kunstpädagogik- und ein Kunststudium. Demnig arbeitete von 1980 bis 1985 an der Universität Kassel und eröffnete 1985 ein eigenes Atelier in Köln. Er arbeitete an verschiedenen Projekten, die sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigten. 1993 hatte er erste Ideen zu dem Projekt Stolpersteine und 1997 gab es die erste illegale Verlegung in Berlin. Ab dem Jahr 2000 wurden Stolpersteine legal verlegt. 

 

 

Wie beteiligt sich das Bertha von Suttner Gymnasium an diesem Projekt?

Im Januar 2008 wurden die ersten Stolpersteine in Oberhausen verlegt. Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium arbeitet seitdem mit der Gedenkhalle zusammen und verlegt alljährlich Stolpersteine. Jährlich recherchiert ein Geschichtszusatzkurs der Jahrgangsstufe 13 die Schicksale der Menschen, für die dann ein Stolperstein in Oberhausen verlegt wird. Im Schuljahr 2009/2010 haben Schülergruppen 5 Schicksale recherchiert und dann 8 Stolpersteine im Februar 2010 verlegt. Ein Stein wird meistens durch die Schüler gespendet. Die restlichen Steine werden durch Paten finanziert.  Die Recherche der Schicksale erfolgt im Stadtarchiv mit Meldekarten oder anderen Schriftstücken, im Landesarchiv mit der Gestapo Akte und in manchen Fälle in Gesprächen mit Verwandten der Person. 

Fotos von der Stolpersteinverlegung 2010

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