Dr. jur. Walter Oppenheimer

Willy-Brandt Platz 4

Walter wurde am 06.11.1897 in Oberhausen geboren. Er besuchte 1903 bis 1907 die Volksschule und ab Ostern 1907 das Realgymnasium in Oberhausen. Im Sommersemester 1916 begann er sein Studium der Rechtswissenschaften in Bonn. Am 07.11.1918 wurde er zum Heeresdienst eingezogen und diente bis zum Kriegsende und wurde am 27.11.1918 aus dem Heeresdienst entlassen. Danach studierte er in Münster während des Wintersemesters 1918/1919 und des Sommersemester 1919. Das Wintersemester 1919/1920 studierte er wieder in Bonn. Am 24.07.1920 bestand er seine Prüfung. Kurz darauf beantragte er seine Promotion an der Universität Gießen. Er bekam sein Doktordiplom am 23.03.1921 von der Universität Gießen.

 

Sein letzter frei gewählter Wohnort ist der Franz-Seldte-Platz Nr. 4 in Oberhausen (heutzutage Willy-Brandt Platz 4) in den er am 20.12.1932 einzog. Am 14.07.1933 wurde seine Staatsangehörigkeit aberkannt. Er zog am 01.06.1934 nach Duisburg und wanderte im Jahr 1936 nach Palästina aus. Die Uni Gießen hat ihm am 10.06.1939 seinen Doktor der Rechtswissenschaften aberkannt.

 

Dr. dent. Lilly Oppenheimer

Marktstraße 46

Lilly wurde am 03.09.1902 in Oberhausen geboren. Sie hatte eine Zahnarztpraxis auf der Göbenstraße in Oberhausen.

 

Am 01.10.1937 zog sie auf die Marktstraße Nr. 46 in Oberhausen, welches ihr letzter frei gewählter Wohnort war. Am 25.09.1937 zog sie nach Tpiest in Italien und wanderte dann nach Tel-Aviv in Israel aus.

 

Am 01.10.1958 wurde sie vom Regierungs Präsident in den deutschen Staat eingebürgert nachdem ihr 1933 die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt wurde.

 

Familie Fuchs

Albertstraße 21

Zur Familie Fuchs gehören Vater Nathan, Mutter Ester, die Kinder Sabina und Leon. Die Familie war jüdischen Glaubens und lebte in Oberhausen.

Nathan: wurde am 19.11.1881 in Snaityn geboren. Er war Geschäftsführer und gilt als verschollen.

Ester: wurde am 19.08.1889 in Kutz geboren und wurde im KZ Theresienstadt ermordet.

Leon: wurde am 29.01.1923 geboren und am 17.11.1938 nach Tschechien abgeschoben. Er verstarb 1943 in Theresienstadt.

Sabina: wurde am 29.12.1916 geboren und wanderte am 10.06.1937 nach Palästina aus.

 

Heinrich Anton Otto

Steinbrinkstraße 233

Heinrich Anton Otto wurde am 13.05.1901 in Oberhausen geboren. Er war Holzarbeiter und sein Glaubensbekenntnis war Zeuge Jehovas. Weiterhin war er Mitglied der KPD.

 

Am 18.05.1935 wurde er zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt, wegen Vorbereitungen zum Hochverrat. Weiterhin wurde er zu 7 Monaten im Jahr 1935 verurteilt, da er eine Gefahr für den inneren Frieden war. Er war eine Gefahr für den Inneren Frieden, da er in seiner Wohnung Bibellehrstunden und Bibelbetrachtungsstunden abgehalten hat. Nachdem er von der Gestapo entlassen wurde, wurde er in das KZ Erstwegen / Emsland gebracht und dort war er bis 1937.

 

Er verstarb 1960.

 

Georg Saur

Friedenstraße 12

Georg Saur wurde am 24. Februar 1900 in Zürich geboren. Er war politisch engagiert und Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschland. Bis 1931 war er kommunaler Abgeordneter und Landtagsabgeordneter. Ab 1931 war er stellvertretendes Mitglied des preußischen Staatsrates. Weiterhin war er Betriebsratvorsitzender der Stadtwerke Oberhausen.

 

Georg Saur war vom 1.12.1933 bis zum 29.1.1934 in Schutzhaft, da er Widerstand gegen das Regime leistete und KPD Mitglied war. Im November 1934 kam Georg Saur wieder in Schutzhaft und wurde zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt aufgrund seiner illegalen Betätigung bei der KPD. Nachdem er entlassen wurde, wurde er 21.12.1938 erneut festgenommen und ins KZ Sachsenhausen gebracht. Georg Saur musste bei dem Aufbau des KZ Ravensburg mithelfen. Bis er 1945 bei der Auflösung des Lagers Ravensburg flüchten konnte.

 

Nach seiner Flucht lebte er erst in Bad Breisig bis er wieder zu seiner Familie nach Oberhausen zog. Er engagierte sich weiterhin und hielt eine Rede gegen Nazis in Oberhausen. Er verstarb am 29.4.1979 im St. Joseph Hospital in Oberhausen an Altersschwäche.

 

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