Weimar und Buchenwald 2012

Bericht von Schülerinnen zu ihrer Fahrt.

Buchenwald

 

Fahrt zur Gedenkstätte Buchenwald
27.08-31.08.2012
„ Jedem das Seine" lasen die 19 Schülerinnen und Schüler der Jgst.10 des Bertha-von-Suttner Gymnasiums, als sie vor dem Eingangstor zum Arbeitslager von Buchenwald standen. Damals wurden täglich mehr als 250.000 Häftlinge mit diesem Satz konfrontiert, der ihnen deutlich machen sollte, dass jeder das bekam, was er verdiente. Schockierende und gleichzeitig berührende Momente wie diese erlebten wir in diesen fünf Tagen häufig.
Wir wohnten in den ehemaligen SS-Kasernen, in denen jedoch von Innen nichts mehr an die grausame Zeit erinnerte. Doch von einem warmen Bett und drei Mahlzeiten am Tag, wie wir sie hatten, konnten die Häftlinge damals nur träumen. Weitere Informationen über das grausame und menschenunwürdige Leben bekamen wir schon bei der ersten Führung durch einen Geländeabschnitt von Buchenwald. Unsere ersten Eindrücke verarbeiteten wir durch einen gemeinsamen Austausch am Abend. Die Besichtigung zahlreicher Orte und Schauplätze auf dem Gelände in den darauf folgenden Tagen brachte uns dazu, intensiver über die Geschehnisse der NS-Zeit nachzudenken. Besonders die Verbrennungsanlage
(,,Krematorium") berührte uns sehr. Im Museum, damals der Ort, an dem alle persönlichen Gegenstände der Häftlinge einbehalten wurden, erhielten wir die Gelegenheit, uns eigenständig mit Zeitzeugnissen, persönlichen Schicksalen, Fundstücken und dem Alltag der Häftlinge sowie verschleierten Wahrheiten auseinander zu setzen. Die Chance, selbst etwas zum Erhalt der Gedenkstätte beizutragen und unmittelbar tätig zu werden, erhielten wir in drei unterschiedlichen Workshops.
Bild 1: Restauration von auf der Halde gefundenen Gegenständen
Bild 2: Ausgrabungen auf dem Gelände
Bild 3: Arbeit zum Erhalt des Gedenkweges (ehemalige Eisenbahnstrecke nach Buchenwald)

Zum Abschluss besuchten wir die Klassikstadt Weimar mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten, deren Lebensweise damals in keinem Verhältnis zu dem Alltagsleben der Häftlinge stand. Mit unseren zahlreichen Eindrücken, die wir in den fünf Tagen sammeln konnten, besuchten wir zum Abschied das Mahnmal, das trotz seiner Größe bei weitem nicht das ausdrücken kann, was an diesem Ort geschah.
In dieser Woche war der Aufenthalt jedoch nicht nur geprägt durch die Aufarbeitung der NS-Zeit, sondern auch durch gemeinsame Abende, die uns näher zusammenbrachten. Obwohl wir auch Trauriges erlebt haben und die Fahrt mit viel Anstrengung verbunden war, hat sie uns viel Spaß gemacht und war in unseren Augen eine gute Alternative zum Geschichtsunterricht, da wir hier einen anderen Zugang zur Geschichte erleben konnten als im regulären Geschichtsunterricht.

Judith Sandberg, Malin Gerlitzki, Damla Genc Jgst.10

 

 

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