Verlegung 2014

Stolpersteine 2014

Wie es am Bertha-von-Suttner-Gymnasium mittlerweile zur Tradition werden ist, beschäftigten sich die die Schülerinnen und Schüler des Zusatzkurses Geschichte seit Beginn des Schuljahres in Kooperation mit der Gedenkhalle Oberhausen mit dem Projekt „Stolpersteine". Der Künstler Gunter Demnig erinnert mit dieser Aktion an die Opfer des Nationalsozialismus. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Dabei handelt es um Gedenktafeln, mit denen an das Schicksal der Menschen erinnert werden soll, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Diese Gedenktafeln befinden sich in Form einer Messingplatte auf Betonsteinen, die in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer in das Pflaster des Gehweges eingelassen werden. Bei den Opfern handelt sich jedoch nicht, wie oft vermutet, ausschließlich um Juden. In diesem Jahr forschten die Schüler danach, was der Jüdin Johanna Lück, der jüdischen Familie Mayer, dem Sozialdemokraten Karl Huschke, dem Widerstandskämpfer Albert Eggert und Gerhard Schumacher, einem Zeugen Jehovas, widerfahren ist. Um das individuelle Schicksal der verfolgten Personen ermitteln zu können, recherchierten die Schüler in verschiedenen Stadtarchiven, nutzten die Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, sichteten Akten im Landesarchiv in Düsseldorf oder befragten Zeitzeugen. Auf der Grundlage der Recherchen und mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Oberhausen und des Lehrerkollegiums des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs wurden die Stolpersteine für die genannten Personen am 27. Februar unter weitgehend großer öffentlicher Anteilnahme vom Künstler Gunter Demnig verlegt.

 

 

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